Weihnachten am Strand

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Verdammt. Bald ist schon wieder Ostern und ich habe immer noch nicht über Weihnachten geschrieben.

Wo genau ich Weihnachten sein wollte, darüber hatte ich lange keinen Plan. Ich wusste nur, er hat folgende Eckpunkte: Strand, Sonne, Hängematte, Schirmchendrinks.
Vor einiger Zeit dann fragten mich meine Freunde Julia und Thomas aus München, ob ich nicht mit ihnen Weihnachten verbringen möchte, sie wären ja in Bangkok. Warum eigentlich nicht, dachte ich mir, schliesslich erzählt mir Julia schon seit Jahren wie unglaublich großartig Bangkok ist.

Und weil ja Weihnachten ist, haben wir ein hübsches Hotel gebucht. Mit einem eigenen Zimmer für mich. Mit eigener Dusche im eigenen Zimmer. Und einem Fernseher. Auch sehr zentral gelegen. Also das Hotel, nicht der Fernseher.

Bangkok ist ja tatsächlich eine ziemlich coole Stadt und so haben wir die nächsten Tage damit verbracht durch die Stadt zu laufen um den Geist von Weihnachten aufzuspüren…. Nein, Spass, wir haben alle zwei Stunden tolle Sachen gegessen, sind durch blitzeblinkende Kaufhäuser gelaufen…also doch irgendwie wie Weihnachten zuhause. Naja, bis auf die stundenlange Massagen für lächerlich wenig Geld, die in Bangkok zum täglichen Pflichtprogramm gehören. Und die Kao San Road, der vermutlich am weitesten von Weihnachten entfernte Ort der Welt an dem wir an Heiligabend Cuba Libres aus Plastikeimerchen getrunken haben.
Etwas näher dran an Weihnachten waren wir dann am 1. Feiertag, wo wir zum Mittag Bei Otto einkehrten, einer soliden deutschen Wirtschaft. Ich hatte eine halbe Ente mit Rotkohl und Klössen. Kein Vergleich mit dem elterlichen Gänsebraten aber unter den gegebenen Umständen vollkommen angemessen.

Und weil zu Thailand natürlich auch Strände, Palmen und Schirmchendrinks gehören, haben wir uns aufgemacht zur schönen Insel Koh Chang, ganz im Süden, unweit der Grenze zu Kambodcha (Kampuchea, wie es in meiner Jugend hiess). Einen halben Tag mit dem Bus durchs Land, mit der Fähre übersetzen, im offenen Pickup, genannt Taxi, einmal über die Insel heizen und schon waren wir da. Im Pajamas Koh Chang, dem großartigsten Hostel in dem ich bisher gewesen bin. Sensationell freundliches und entspanntes Personal, saubere Zimmer. Wie üblich schlafe ich im Schlafsaal, mit den grössten, stabilsten, privatesten Doppelstockbetten. Es gibt einen Pool, das Frühstück ist sensationell, das angeschlossene Restaurant so gut dass es uns schwerfällt, auch mal woanders hinzugehen.

Wir verbringen die drei kurzen Tage mit intensivem Rumhängen, Baden (abwechselnd im Pool und im Meer), machen einen Bootsausflug und ich stelle dabei fest dass Schnorcheln eigentlich doch ganz geil ist. Vielleicht überlege ich mir das mit dem Tauchschein ja doch nochmal.
Jedenfalls, es hat mir beinahe körperliche Schmerzen bereitet, nach dreieinhalb Tagen wieder abreisen zu müssen. Da muss ich auf jeden Fall nochmal hin und empfehle es mit warmen Worten weiter!

Nach einer wie üblich halsbrecherischen Fahrt im Minibus zurück nach Bangkok habe ich die letzte nacht in Asien in einem trostlosen Flughafenhotel verbracht und bin am nächsten Morgen nach Amsterdam geflogen…

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